Nitara Silberklinge (Original Charaktergeschichte)
Ich befand mich gerade mitten in Unterstadt, überall roch es nach Tod. Der süßliche Geruch der Verwesung lag in der Luft und machte mir klar:
>In dieser Stadt ist kein Platz für fröhliche Gedanken.<
Gerade als mir diese Worte durch den Kopf gingen, vernahm ich das helle Lachen eines Mädchens. Verwundert über dieses Geräusch, dass überhaupt nicht in diese düstere Umgebung passte, sah ich mich nach dessen Herkunft um. Nach kurzem Suchen entdeckte ich eine junge Elfe, die bei einem recht fragwürdig aussehenden Untoten stand und sich nach etwas bückte. Ich ging unauffällig ein paar Schritte näher an die beiden heran.
>Was treibt eine so junge Elfe hier mit einem Untoten?<
Neugierig belauschte ich die beiden.
"Meister, ihr müsst besser auf eure Gliedmaßen aufpassen..“ meinte die Blutelfe lächelnd. Nun erkannte ich erst was sie dort vom Boden aufhob. Sie hielt einen Finger, ich nahm an das es sich um einen Mittelfinger handelte, in der Hand und reichte diesen dem Untoten.
"Danke, Nita.."
Der Untote knurrte die Worte regelrecht hinaus als er den Finger entgegen nahm und versuchte ihn ungeschickt wieder an seiner Hand zu befestigen. Die Elfe kramte in ihren
Taschen und holte einen kleinen Verband hervor.
"Lasst mich euch helfen. "
Mürrisch hielt der Verlassene ihr seine schon stark verfaulte Hand entgegen.
"Mach schnell.." knurrte er.
Mit flinken und scheinbar geübten Händen befestigte sie ihm den Finger wieder an der Hand. Grinsend knotete sie den Verband mit einer Schleife fest.
"Und nicht wieder daran herum fummeln, sonst verliert ihr vielleicht wieder einen Finger."
Finster sah der Untote auf die Schleife an seinem Finger.
"Du machst mich zu einer Witzfigur, mit all diesen Schleifen auf meinen Verbänden."
Nun erst bemerkte ich, dass der Körper des Verlassenen eigentlich nur noch von Verbänden zusammen gehalten wurde. Jeder dieser Verbände war mit einer kleinen Schleife verziert. Ein leichtes Schmunzeln huschte über mein Gesicht.
"Wenn ich schon für euch die ganze Arbeit machen darf, will ich mir wenigstens diesen Spaß erlauben."
"Du hast Glück das ich in einigen Dingen auf dich angewiesen bin, sonst hätte ich dir schon längst die Kehle durchgeschnitten und dein Fleisch mit Genuss verzerrt."
Die Elfe grinste ihn böse an und erwiderte darauf nur:
"Das sagt ihr schon seid Jahren zu mir. So langsam solltet ihr euch eine neue Drohung einfallen lassen."
Der Untote knurrte nur wieder leise und setzte sich in Bewegung.
"Komm, ich habe arbeit für dich. Ein paar von deines Gleichen wurden in Unterstadt gesehen.. Die haben immer recht viel Gold bei sich."
Als der Untote an ihr vorbei war, ging sie ihm fröhlichen Schrittes nach.
Verwundert sah ich den beiden hinterher, unschlüssig ob ich ihnen folgen sollte.
Ich befand mich gerade mitten in Unterstadt, überall roch es nach Tod. Der süßliche Geruch der Verwesung lag in der Luft und machte mir klar:
>In dieser Stadt ist kein Platz für fröhliche Gedanken.<
Gerade als mir diese Worte durch den Kopf gingen, vernahm ich das helle Lachen eines Mädchens. Verwundert über dieses Geräusch, dass überhaupt nicht in diese düstere Umgebung passte, sah ich mich nach dessen Herkunft um. Nach kurzem Suchen entdeckte ich eine junge Elfe, die bei einem recht fragwürdig aussehenden Untoten stand und sich nach etwas bückte. Ich ging unauffällig ein paar Schritte näher an die beiden heran.
>Was treibt eine so junge Elfe hier mit einem Untoten?<
Neugierig belauschte ich die beiden.
"Meister, ihr müsst besser auf eure Gliedmaßen aufpassen..“ meinte die Blutelfe lächelnd. Nun erkannte ich erst was sie dort vom Boden aufhob. Sie hielt einen Finger, ich nahm an das es sich um einen Mittelfinger handelte, in der Hand und reichte diesen dem Untoten.
"Danke, Nita.."
Der Untote knurrte die Worte regelrecht hinaus als er den Finger entgegen nahm und versuchte ihn ungeschickt wieder an seiner Hand zu befestigen. Die Elfe kramte in ihren
Taschen und holte einen kleinen Verband hervor.
"Lasst mich euch helfen. "
Mürrisch hielt der Verlassene ihr seine schon stark verfaulte Hand entgegen.
"Mach schnell.." knurrte er.
Mit flinken und scheinbar geübten Händen befestigte sie ihm den Finger wieder an der Hand. Grinsend knotete sie den Verband mit einer Schleife fest.
"Und nicht wieder daran herum fummeln, sonst verliert ihr vielleicht wieder einen Finger."
Finster sah der Untote auf die Schleife an seinem Finger.
"Du machst mich zu einer Witzfigur, mit all diesen Schleifen auf meinen Verbänden."
Nun erst bemerkte ich, dass der Körper des Verlassenen eigentlich nur noch von Verbänden zusammen gehalten wurde. Jeder dieser Verbände war mit einer kleinen Schleife verziert. Ein leichtes Schmunzeln huschte über mein Gesicht.
"Wenn ich schon für euch die ganze Arbeit machen darf, will ich mir wenigstens diesen Spaß erlauben."
"Du hast Glück das ich in einigen Dingen auf dich angewiesen bin, sonst hätte ich dir schon längst die Kehle durchgeschnitten und dein Fleisch mit Genuss verzerrt."
Die Elfe grinste ihn böse an und erwiderte darauf nur:
"Das sagt ihr schon seid Jahren zu mir. So langsam solltet ihr euch eine neue Drohung einfallen lassen."
Der Untote knurrte nur wieder leise und setzte sich in Bewegung.
"Komm, ich habe arbeit für dich. Ein paar von deines Gleichen wurden in Unterstadt gesehen.. Die haben immer recht viel Gold bei sich."
Als der Untote an ihr vorbei war, ging sie ihm fröhlichen Schrittes nach.
Verwundert sah ich den beiden hinterher, unschlüssig ob ich ihnen folgen sollte.
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Nach kurzem zögern ging ich ihnen unauffällig nach. Die Beiden gingen in Richtung des Apothekerviertels. Als sie in einer düsteren Ecke verschwanden blieb ich etwas entfernt jedoch noch in hörweite stehen. Neugierig belauschte ich sie erneut.
„Pass auf Nita, dieses Frischfleisch steht dort drüben auf der Brücke. Lass dich nicht erwischen, scheinen ein paar Magier zu sein. Wenn sie dich doch sehen sollten weißt du ja was du zu tun hast.“
Die junge Elfe nickte nur kurz, ihr Blick wurde ernst. Sie zog das Tuch, das sie die ganze Zeit um ihren Hals getragen hatte, nun ein Stück über ihr Gesicht, so das nur noch ihre Augen zu sehen waren. Noch einmal nickte sie dem Untoten kurz zu.
„Bis gleich Meister.“
Sagte sie knapp und schlich dann in leicht geduckter Haltungin Richtung der Brücke. Ihr Gang war langsam und vorsichtig, jedoch noch nicht sonderlich sicher und leise für eine Schattenläuferin. Langsam verschmolz sie mit den Schatten, die in dieser Stadt allgegenwärtig waren. Fast unsichtbar näherte sie sich den zwei Blutelfen. Aus der Ferne konnte ich erkennen, dass sie langsam einen ihrer Dolche zückte. Unbemerkt von den beiden Elfen, kam sie langsam von hinten näher heran. Ihre linke Hand hielt sie direkt unter den Goldbeutel des rechten Elfen, während sie mit der Rechten zum Schnitt ansetzte. Mit geschickten Fingern durchtrennte sie unbemerkt die Kordel und der Goldsack fiel ihr in ihre Hand. Jedoch gab der Beutel, als er unsanft in ihre Hand viel, ein leises Klimpern von sich, was den anderen Elf auf sie aufmerksam machte. Dieser drehte sich ruckartig herum.
„Was zum…“
Bevor der Elf seinen Satz beenden konnte, hatte sich die Schattenläuferin schon aufgerichtet und ihm ihren Dolch in die Kehle gestoßen. Der andere Elf für erschrocken zu ihr herum, er schien die Situation noch nicht ganz realisiert zu haben.
Bevor er reagieren konnte, hatte die junge Elfe ihm mit dem Knauf ihrer Waffe einen kräftigen Schlag auf die Nase gegeben. Sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die Nase haltend sank er auf die Knie, unfähig sich zu bewegen. Sie ließ den Beutel aus ihrer Hand fallen, griff ihm grob ins Haar und riss seinen Kopf nach hinten. Mit kaltem Blick setzte sie ihren Dolch an seine nun frei da liegende Kehle und schnitt diese mit gekonntem Griff durch. Endsetzt blickte er zu ihr auf, noch leise gurgelnde Geräusche von sich gebend. Seelenruhig wandte sie sich dem zuvor getöteten Elf zu, schnitt nun auch seinen Beutel ab. Daraufhin wischte sie das Blut von ihrem Dolch gründlich an dessen Kleidung ab und steckte ihn weg. Die beiden soeben erarbeiteten Goldbeutel steckte sie sich in eine ihrer Taschen.
Mühsam schob sie die toten Körper an den Rand der Brücke und hievte einen nach dem anderen über das Geländer, so dass sie im Fluss aus grünem brackigem Wasser landeten. Kurz sah sie noch einmal Prüfend über die Brüstung, ging dann gelassen zurück in die dunkle Ecke wo ihr untoter Begleiter schon auf sie wartete. Als sie direkt vor ihm stand zog sie sich ihre Maske wieder vom Gesicht und schmunzelte ihn an.
„Warum hat das so lange gedauert?“
Knurrte der Verlassene sie an. Sie zuckte nur mit den Schultern und reichte ihm die beiden Goldbeutel. Der Untote hielt sie kurz wiegend in der Hand, öffnete dann einen der beiden Beutel.
„Gut gut, hier ist dein Anteil.“
Er reichte Ihr zwei Goldmünzen und wandte sich dann ab.
„Und das nächste mal trödel nicht wieder so.“
Murrte er als er sich in Bewegung setzte und zurück ins Zentrum der Stadt wanderte. Die junge Elfe folgte ihm, steckte dabei die beiden Münzen in ihren eigenen Beutel und murmelte nur leise:
„Ich trödle nicht..“
Noch verwunderter als zuvor sah ich den Beiden nach, folgte ihnen dann neugierig um zu sehen was sie wohl als nächstes vorhatten.
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