Gedichte - Part 1

Gefallen

Einst konnt‘ ich fliegen, so hoch und weit.

Dort gab es für mich weder Raum noch Zeit.

Flog zu den Sternen, berührte sie gar.

Glaubte das es für die Ewigkeit war.

 

Doch man brach mir die Flügel, einmal zu oft vielleicht.

Habe irgendwann die Sterne nicht mehr erreicht.

Der Schmerz saß tief, doch aus das Verlangen.

Wollte nicht der Höhe wegen bangen.

 

Ich versuchte es noch einmal, doch stürzte zu Boden.

Seidher bin ich nie mehr geflogen.

Die Flügel verkümmerten zu winzigen Schwingen,

werden mich nie wieder hinauf zu den Sternen bringen.

 

Ich warte auch nicht mehr das ein anderer mich mit sich trägt,

denn es wird nie das Selbe sein, wie wenn der Wind sich unter meine Flügel legt.

Und am Ende akzeptiert man ein Leben am Boden,

kann sich sagen „zumindest BIN ich einst mal geflogen“.

 

Doch so sehr man auch daran glauben will,

die Sehnsucht nach den Sternen ist niemals still…


Heimat

Heimat ist dort wo unser Herz schlägt.

Heimat ist das, was unser Denken prägt.

Heimat ist dort, wo wir einfach nur wir selbst sind.

Heimat ist der Ort, wo wir uns fühlen wie als Kind.

 

Beschützt und behütet in allem was wir tun.

Im Schlaf nicht aufschrecken, nur selig ruh’n.

Wo wir Sicherheit spüren in den Armen die uns lieben.

Wo wir einen Hafen hatten, wo wir uns auch zuvor herum trieben. 

 

Diese Heimat, die bist du heute für mich.

Nirgends schlafe ich ruhig, ohne dich.

Und wenn es selbst eine Festung wär‘,

ohne dich fänd‘ ich dort keine Ruhe mehr.

 

Mein Herz findet Wärme erst in deiner Nähe.

Egal wo ich gehe oder auch stehe,

ein Gedanke an dich lässt das Eis um mich schmelzen.

Lässt mich nicht mehr ruhelos in den Kissen wälzen.

 

Dein Name im meinem Geist,

mein Herz, das auf unsichtbaren Wegen zu dir reist.

Du allein reichst aus um meinem Kampf einen Sinn zu geben,

reichst aus um in diesem Leben nach noch mehr zu streben.

 

Dort wo du bist schlägt mein Herz.

Dort wo du bist gibt es für mich keinen Schmerz.

Dort wo ich in deiner Nähe sein kann,

dort finde ich meine Heimat, egal wann.


Mondschein

Der Mond scheint klar vom Himmel hernieder,

in der Ferne höre ich leise Lieder.

Ein Fest das alle Sinne berührt,

wo der Körper die Seele des anderen spürt.

 

Doch gibt es für mich dieses Gefühl nicht mehr.

Verletzte ich andere damit schon sehr.

Doch merkten sie dann, das mein Herz verschlossen,

wurd' für mich nicht mals eine Träne vergossen.

 

Stören tat es am Ende nur jene die gingen.

Jene die glaubten tiefer in mich zu dringen.

Den Grund für mein Sein erfuhr keiner bisher.

Bin ich schon selbst mir dabei unsicher.

 

Doch weiß ich heut‘ das ich mehr hinterlassen will.

Auch mein totes Herz steht irgendwann still.

Und kommt dieser Tag irgendwann,

will ich das man Tränen der Trauer vergießen kann.

 

Am Ende will ich etwas das gut war hinterlassen.

Will das gute Taten die Erinnerungen an mich sind, die in anderen Füß fassen.


Ein letztes Mal

Ein letztes Mal noch will ich dir alles geben.
Ein letztes Mal noch soll meine Welt durch dich beben.
Ein letztes Mal lege ich dir mein Herz zu Füßen.
Ein letztes Mal lasse ich durch dich mir das Leben versüßen.

Ein letztes Mal, danach nie mehr.
Und ich weiß dass es enden wird, das schmerzt schon sehr.
Verlang nicht, dass ich mich zerbrechlich mache.
Verlang nicht, dass ich am Ende über meine Dummheit lache.

Ein letztes Mal zeige ich nur dir meine Seele.
Doch verlang nicht dass ich mich nur selber quäle.
Verlang nicht das ich alles vergesse was war.
Verlang nicht das ich übersehe was so oft schon geschah.

Ich möchte dich haben, unter meiner Haut.
Ich möchte dass man mir vertraut.
Ich möchte so viel dass ich nicht mehr geben kann.
Ich bin an anderen zerbrochen, und weiß selbst nicht wann.

Die, die vor dir steht ist es die du liebst.
Ich hoffe das du der Sin’dorei dadurch vergibst.
Vergebe mir dass ich nicht mehr fähig bin dazu.
Ich kann nicht mehr sagen, als das ich dich liebe Fandu.

Wenn meine liebe für dich reicht,
vielleicht wird es für mich dann irgendwann leicht.
Vielleicht kannst du irgendwann alles von mir haben.
Vielleicht können wir dann doch am Ende sagen, das wir beide alles gaben.

Doch noch bin ich nicht so weit.
Du sagtest es selbst, vielleicht brauche ich nur Zeit.
Gib mir die Zeit das ich dir alles geben kann.
Mein Herz, meine Seele, mein Vertrauen, alles irgendwann.

Gib mir die Zeit um zu erkennen,
das sich unsere Wege vielleicht nie trennen.
Und wenn die Zeit gekommen ist, wirst du es fühlen,
wie sich mein Herz und meine Seele in dich wühlen.

Denn am Ende ist es nicht viel mehr das ich ebenso will.
Am Ende bleiben dann vielleicht alle letzten Zweifel still.
Am Ende ist es nicht mehr, das mein Körper, mein Geist mehr begehrt.
Mein Körper, mein Geist, der sich schon ohne den letzten Funken nach dir verzehrt.

So viele Worte die ich sage zu dir.
Und am Ende nur wenige: Vergib mir.


Eisnacht 

Ich zittere,

so tief, so sehr.

Ich friere,

so tief, noch viel mehr.

Ich spüre die Kälte,

bis ins letzte Glied.

Ich sterbe,

doch singe ich dabei mein leises Lied.

 

Zeilen die von Liebe erzählen,

Liebe, die ich nie mehr fand.

Worte die von Hoffnung klingen,

Worte, die ich zu dir sant’.

Silben, die im Nichts verhallen.

Silben, die nie erreichten ihr Ziel.

Texte, die wie Rauch verschwanden.

Texte bei denen ich niederfiel.

 

Kein Wort mehr gesprochen,

kein Herz mehr gebrochen.

Kein Lied mehr gesungen,

keine Zeile mehr ungehört verklungen.

 

Tief im Eis eingeschlossen,

wart nie mehr eine Träne vergossen.


Wie Wind...

 

Den Wind kann man nicht halten,
man kann ihn nicht in Bahnen drängen,
kann ihn nicht in Wege zwängen,
nein, der Wind will und muss sich frei entfalten…

Das Wasser sucht sich seine Bahnen,
es sucht sich seine Grenzen allein,
auf dauert höhlt es jeden Stein,
nein, die Geduld des Flusses kann man nur erahnen…

Das Feuer wird vom Wind angefacht,
es brennt alles in seinem Wege nieder,
hinterlässt nur Asche, immer wieder,
Das Feuer wird nur von einem zum Schweigen gebracht…

Die Erde, so alt und doch immer wieder neu,
so oft schon misshandelt,
so oft schon vom Tod verschandelt,
und dennoch bleibt sie ihrer Bestimmung treu…

Das Eis, durch Feuer zum schmelzen verband,
aus Wasser geboren,
wird die Erde von ihm zugefroren,
wird die Kälte getragen von des Windes Hand…


Erinnerung 

Wenn du traurig bist und nicht weiter weißt,
werde ich eine Stimme im Wind sein die dir zuflüstert.
Wenn du den Regen nur noch fallen siehst und alle Hoffnung verlierst,
dann werde ich das Plätschern sein das du hörst.

Wenn du durch die Wolken die Sonne nicht mehr sehen kannst,
dann bin ich der Wind der die Wolken bei Seite schiebt.
Wenn du spürst das du fällst und glaubst das dich nichts halten wird,
dann werde ich das Kissen sein auf dem du weich landest.

Wenn du dein Leben nicht mehr bestreiten willst, weil du glaubst alles verloren zu haben,
dann werde ich dein Wille sein der dich weiter trägt, jeden Tag.
Wenn du denkst das nichts mehr einen Sinn hat, egal was du tust,
dann werden deine Erinnerungen an mich dir einen Sinn geben.

Egal was du tust, egal wo du bist, egal wie du dich fühlst,
ich werde der Wind sein der durch dein Haar streicht.
Ich werde die Sonne sein, die auf dich hinab scheint.
Ich werde die Wärme sein die in dir ist.

Ich gehe nie von dir, denn ein letzter Teil von mir lebt in dir,
solange du ihn weiter trägst…


Federn

 

Jede Feder, ich sehe sie fallen.

Meine Finger wandern zurück an die Schwingen.

Ich will es so, und doch spüre ich die Qualen.

Es ist fast so als würde man mich dazu zwingen.

 

Ich kann es nicht einmal verhindern,

wieder sinkt eine auf den Boden nieder.

Kann denn keiner diesen Drang in mir mindern?

Noch eine fällt, immer und immer wieder.

 

Ich nehme mir selbst das Fliegen.

Stück für Stück, immer mehr.

Lasse mich am Ende doch von meiner Angst besiegen?

Ich kann nicht mehr, da ist etwas, es schmerzt so sehr.

 

Viel mehr als jede Feder zu verlieren.

Das Ausreißen gehört doch zu mir.

Und doch schmerzt es viel mehr als das übliche erfrieren.

Und am Ende weiß ich, auch wenn ich es nicht will, es liegt an dir.

 

Stoß mich ins Feuer,

schieb mich weg von dir,

Sag ich sei ein Ungeheuer,

doch komm nicht noch näher zu mir.

 

Lieber reiß ich mir die Flügel raus,

jede Feder einzeln wenn ich muss.

Treibe mir am Ende selbst das Fliegen aus,

und flüchte so vor deinem Kuss.

 

Lieber stürz ich in die Finsternis weil ich es will,

stürz ich in die Dunkelheit allein.

Lieber fall ich und bleibe still,

als zu wissen ich kann nicht ewig bei dir sein.


Schwarze Flügel

Schwarze Flügel tragen mich durch die Nacht.

Schwarz bleiben sie bis der Morgen erwacht.

Am Tage dann, wenn das Licht scheint auf mich,

sind sie weiß und rein, für alle zu sehen, auch so für dich.

 

Doch warte ich auf den Abend der sie wieder dunkel werden lässt.

Warte ich auf den Moment in dem das Trugbild mich wieder verlässt.

Die schwarzen Schwingen sind es die mich fliegen lassen,

nicht die Weißen, die Blassen.

 

Die Weißen sind schwach, können mich nicht tragen.

Sie zerbrechen beim Berühren, sollte es jemand soweit wagen.

Gibt es einen mit Flügeln wie den meinen?

Bisher traf ich am Himmel davon keinen.

 

Oder fliegt er nur so hoch das ich ihn nicht sehe?

Geht er die Wege, die ich noch nicht gehe?

Der Morgen graut und wieder warte ich auf die Nacht.

Warte darauf das jemand mit mir in dieser erwacht.

 

Es wäre leichter, wären es immer schwarze Schwingen.

Du wärst leichter zu finden unter all diesen weißen Dingen.

Doch genauso wie ich, weißt du dich zu tarnen.

Genauso wie ich willst du deine Opfer nicht warnen.

 

Und am Ende wohl fliegen wir weiter beide allein.

Denn so gut wir uns tarnen, so wird es am Ende wohl doch immer so sein.

Du fliegst so hoch das ich dich nicht sehe.

Gehst die Wege, die ich noch nicht gehe.

 

Dich treffen eines Tages wäre ein Genuss.

Doch solange schwimme ich weiter alleine in diesem weißen Fluss.

Lasse meine weißen Schwingen nicht berühren.

Lasse die Schwarzen mich weiter führen.

 

Ich warte darauf dich zu treffen irgendwann,

und wenn es mein Leben dauert, ich finde dich, ich glaube daran.


Seelenleid
Kannst du in meine Seele sehen?
Kannst du durch den Spiegel blicken und mich erkennen?
Kannst du sehen was ich bin?
Kannst du sehen wie tief ich schon gefallen bin?

Es gibt keine Engel, die einen Retten.
Es gibt keine Ritter, die einen Schützen.
Es gibt keine Helden, die für dich kämpfen.
Es gibt keine Befreier, die dich mit sich nehmen.

Schmerz trägt dich durch dein Leben.
Leid hält dich umklammert wie eine Fessel.
Gier lässt dich langsam verdursten.
Hass lässt dich langsam verbrennen.

Alles an dir wird vergehen, auch der Schmerz.
Alles wird irgendwann schweigen, auch das Leid.
All der Durst wird irgendwann gestillt sein.
All das Feuer in dir lässt dich zu Asche werden, irgendwann.

Du warst es, die sie verstoßen hat.
Du warst es, die sie verdorben hat.
Du warst es, die sie verletzt hat.
Du warst es, die sie verlassen hat.

Am Ende wirst du stehen alleine.
Am Ende wirst du zu dem Wind der du schon immer warst.
Am Ende wirst du nichts sein als ein Gedanke.
Am Ende nicht mehr als eine, die zerbrach an all ihren Wünschen.

Und am Ende nicht mehr als jemand der vergessen wurde und verging.


Sieh in mich
Wenn du in meine Augen siehst, was erkennst du?

Siehst du die Tränen, die ich nicht mehr vergieße?
Siehst du die Schmerzen, die ich immerzu fühle?
Siehst du die Geliebten, die ich verlor?
Siehst du die Sehnsucht, die mein Herz erfüllt?

Wenn du meine Stimme hörst, was erkennst du?

Hörst du das Flehen, das ich nicht in Worte fassen kann?
Hörst du das Schreien, das stumm in mir verweilt?
Hörst du das Flüstern, das mir den Schlaf raubt in der Nacht?
Hörst du das Wimmern, das niemand erkennen soll?

Wenn du mich siehst, was erkennst du?

Bemerkst du meinen unsteten Gang?
Bemerkst du das Wanken, das ich verzweifelt bekämpfe?
Bemerkst du das Zittern, ausgelöst durch die Kälte?
Bemerkst du das Beben, ausgelöst durch das stumme Weinen?

Sieh mich an, was erkennst du?

Nicht mehr als einen Schatten der sich durch die Straßen schleicht.
Nicht mehr als eine Elfe, die sich durch ihr Leben kämpft.
Nicht mehr als eine Frau, die Freude hat an ihrer Grausamkeit.
Nicht mehr als eine Kämpferin, die nicht aufgibt.

Ich bin mehr als das was ihr seht.
Ich bin mehr als das was ihr fühlt.
Ich bin mehr als das was ihr hört.
Ich bin mehr als ihr je erkennen werdet…


The last thing I do...

The last thing I do…

I will remember you.

 

I will remember your voice.

Remember your smile.

Remember your eyes.

Remember everything I had from you.

 

The last thing I do…

I will remember you.

 

I will remember my heart,

beatin’ faster when I only heared a word of you.

Will remember the feeling.

I thought I could fly.

 

The last thing I do…

I will remember you.

 

Will remember the pain when you went away.

Will remember the day you never came back.

Will remember the last words I heard from you.

Will remember the last feeling I had for you.

 

The last thing I do…

I will remember you.

 

The day I close my eyes forever,

will be the day I come back to you.

Will be the day I can hold you in my arms again.

Will be the day I no more need to remember you…


Tränen bleiben Tränen
Tränen bleiben Tränen, egal wer sie vergießt…
Blut bleibt Blut, egal aus wessen Wunden es fließt…
Ein Kampf bleibt ein Kampf, egal von wem gefochten…
Tränen, Blut und Kämpfe, sind fest mit einander verflochten.

Eine Mutter bleibt eine Mutter, egal wer sie verliert…
Ein Kind bleibt ein Kind, egal in wessen Krieg es sich verirrt…
Ein Vater bleibt ein Vater, gefallen in der Schlacht…
Nichts als Tränen, Blut und Kämpfe uns dies wieder gebracht.

Ein Land bleibt ein Land, egal wem es gehört…
Ein Haus bleibt ein Haus, egal wer es zerstört…
Ein Meer bleibt ein Meer, egal von wem es befahren wird.
Tränen, Blut und Kämpfe, und egal wessen Traum dabei stirbt.

Nie kann man so Tränen vor Freude vergießen,
nie hört das Blut so auf zu fließen,
nie werden die Kämpfe so ruhen auf Erden,
Nie kann so aus all dem Frieden werden…

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