Gedichte - Part 2
Fehden
Wenn ich einen Weg wüsst’ dir zu sagen..
Wenn ich einen Wort finden könnt’, für meine Plagen..
Wenn ich eine Weise wüsste, zu beenden das Dilemma..
Doch stattdessen wird es von Minute zu Minute schlimmer.
Weiß weder ein noch aus.
Jedes eurer Worte ist mir ein graus.
Könnt ich sie abstellen, würd’ ich’s dennoch nicht tun.
Sind es zu viele Gefühle die in den Gesprächen ruh’n.
Warum nur müsst ihr zwei euch streiten?
Könnt ihr nicht einfach die Arme ausbreiten?
Vergessen was gewesen ist und all die Wut verrauchen lassen.
Auf den anderen zugehen, sich ein Herz fassen?
Ich will doch nicht mehr als mit beiden von euch reden.
Was bringt dieser Streit, der Krieg, die Fehden?
Ich will das Ruhe einkehrt in die Freundschaft mit euch beiden.
Denn ich kann euch nun einmal beide verdammt gut leiden.
Feuer in der Dunkelheit
Es ist das Feuer das wir tragen.
In uns, jeder Zeit in diesen Tagen.
Wir halten es als Schild vor jene dir wir lieben.
Bewachen damit jene, die für uns zurück blieben.
Es ist das Wasser, das wir anderen geben.
Jenen die Verzweifeln, in dunklen Momenten in ihrem Leben.
Geben es jenen, die sich an uns klammern.
Geben es jenen, die um die Toten jammern.
Es ist nicht nur ein Wort das wir vor uns schieben um nicht zu verzagen.
Es ist ein Gefühl, ein Glaube, jeder kann es in sich tragen.
Es ist mehr als ein Wort und doch nicht anders zu benennen.
Es ist das Feuer im Herzen, das wir Hoffnung nennen.
Für Ân
Wandel der Zeit,
ich ging so weit,
sah nah und fern,
hätte vieles gern
länger an mich gebunden,
vieles gern anders gefunden.
Wandelte über altes Land,
ging mit dir Hand in Hand,
sah mich in dir,
fand dich in mir,
führte uns durch hoch und tief,
spürte wie das Glück wieder davon lief.
Alles wird einmal zu Asche was brannte,
und ich brannte wenn ich nur deinen Namen nannte,
doch viel zu groß die Freiheit in mir schrie,
wollte bei dir sein, doch wusste nicht wie,
wollte alles ändern und doch nicht,
kann nicht schlafen, sehe nur dein Gesicht.
Wenn deine Asche sich im Wind verteilt,
soll es meine Asche sein die dir nacheilt.
Graue Stille
Ich kann es dir nicht erklären,
wie soll ich auch in Worte fassen was ich fühl’.
Wie soll ich dir davon erzählen,
erinnere mich nicht ganz, so sehr ich auch danach wühl’.
Ich möchte dir sagen das ich es bin,
will dir sagen das zu tief du in mir warst.
Will dir sagen, all das macht für dich sicher keinen Sinn.
Will dir zeigen wie mein Herz immer noch rast.
Ich zitterte schon, wenn ich nur an dich dachte.
Alleine deine Berührung mich lies erbeben.
War deine Nähe es die meine Seele zum Lächeln brachte.
Gabst du mir für einige Zeit ein Leben.
Doch das Leben tut so weh.
Verbrannte die Wärme deiner Nähe fast meine Haut.
Zog es mich wieder in die Dunkelheit, wo ich nun steh’.
Die Kälte hier ist mir viel mehr vertraut.
Ich hab mir das Fliegen selbst genommen.
War mir sicher das es so kommen würde.
Bin ich mir selbst doch nicht entkommen.
Hatte zu viel Angst vor der letzten Hürde.
Hätte ich die Mauer eingerissen,
hätte ich dich lieben können.
Doch tat ich es nicht, alleine in dem Wissen,
das wir uns immer wieder trennen.
Lieber frier ich und bleib still,
als Angst zu haben um dich und dein Leben.
Lieber bleib ich einsam weil ich es will,
als dir am Ende alles zu geben.
Die Flügel verloren,
die Federn ausgerissen.
Das Unheil beschworen,
werde dich vermissen.
Diese Welt ist grau und kalt.
Du warst die Farbe die ich durfte sehen.
In dieser Welt werde ich nicht alt.
Du bleibst in Erinnerung, bis ich werde gehen.
Heldentaten
Ein leises Flüstern, in jedem von uns.
Ein leises Wispern, buhlt um unsere Gunst.
Eine leise Stimme, sagt uns was wir wollen.
Und jeden Tag mehr, wissen wir nicht, was wir dagegen tun sollen.
Eine leise Ahnung, die uns sagt das wir es tun müssen.
Wissen das es falsch ist, und doch folgen wir den Schicksalsflüssen.
Schatten der Bedrohung, die sich ausbreiten über Nacht.
Schatten der Vergangenheit, hoffen das etwas über uns wacht.
Nichts wird einmal wie es war.
Niemand kann zurück gehen, wenn er alles sah.
Rache aus der Angst entsprungen.
Heldentaten, mehr als einmal besungen.
Helden gibt es keine, nicht auf dieser oder einer anderen Welt.
Ein Held wird man erst, wenn man für seine Überzeugung fällt.
Jene, die dar leben, sind Streiter >ihrer< Gerechtigkeit.
Jene, die dar geben, sind Gönner >ihrer< Selbstgefälligkeit.
Ein jeder kämpft am Ende doch für sich.
Ein jeder kämpft für seine Ideale, nicht für dich.
Kannst du mir sagen das es anders ist?
Tu es schnell, bevor du der nächste Gefallene bist.
Ich komme zu dir
Ich hatte dich in mir eingeschlossen,
hab vorher nie eine Träne für dich vergossen.
Ganz leise hast du dich eingeschlichen.
Bin ich irgendwann nicht mehr von deiner Seite gewichen.
Hab ich mich immer mehr versuch in dich zu graben.
Wollte immer mehr von deiner Nähe haben.
Hab versucht mich an dich zu binden.
Hab versucht mich in deiner Seele wiederzufinden.
Hab soviel versucht um dir nahe zu sein.
Doch am Ende sagte die Welt wieder Nein.
Geschah was mir immer zustoßen musste.
War zu blind, obwohl ich es doch sonst wusste.
Wollte nicht sehen was Erfahrung mir zeigte.
Wollte nicht sehen das sich alles dem Ende zuneigte.
Wollte nicht deine Worte hören.
Lass mich am Ende lieber von der Trauer zerstören.
Ich sah dich fallen in jener Nacht.
Und am Ende hat es mir nichts als Tränen gebracht.
Hättest du mich doch nur ganz mitgenommen.
Nichts mehr kann je dem Gefühl zu dir gleichkommen.
Ich stehe hier, bin tot und leer.
Alles zieht mich zu dir, so sehr.
Ein Sprung ist es am Ende nur, der mich trennt von dir.
Ich lasse los, mich hält nichts mehr hier.
Ich schließe die Augen, warte auf die Dunkelheit.
Ich komme zu dir, bin dazu bereit.
Ich warte das du mich auffängst auf der anderen Seite.
Spüre den fall, wie ich die Arme ausbreite.
Der Aufschlag, ich spüre ihn schon nicht mehr.
Spüre nur deine Nähe, die ich suchte, so sehr...
Ich schenke...
Ich schenke dir mein Herz.
Schenke dir meinen tiefsten Schmerz.
Schenke dir meine Seele.
Schenk‘ dir meine Erinnerung, mit der ich mich Quäle.
Ich schenke dir meine Worte.
Entführe dich an meine düstersten Orte.
Schenke dir meine talentierten Phrasen.
Geleite dich über den vertrockneten Rasen.
Ich schenke dir meine vielen Zeilen.
Ist, als wollten alle Gedanken immerzu bei dir verweilen.
Schenke dir meine tiefste Wut.
Ein Wort von dir, und alles wird wieder gut.
Schenke dir alle meine Sinne.
Ist, als wenn ich mein Leben in deinen Armen neu beginne.
Spüre das Leben auf meiner Haut.
Jede Berührung fremd und doch schon lange vertraut.
Schenke dir mich mit allem was ich hab‘.
Schenke dir meine Kunst, alles was ich in dieser je gab.
Schenke dir meine Texte, alle die ich je geschrieben.
Auch diese, ja alles, nur dafür das wir uns lieben.
In the arms...
Ich suche dich, überall.
Ich will nicht mehr frieren,
und doch ist es kalt.
Will nicht mehr warten.
Und doch bin ich noch allein.
Will einen der meine Seele hält.
Will einen der meine Wunden heilt.
Will einen der meine Narben auch ohne Worte sieht.
Liege hier auf dem Bett und starre zur Decke.
Will einen der meinen Geist fliegen lässt.
Der meinen Verstand zu schätzen weiß.
Einen der meine Worte auch ohne eine Silbe versteht.
Ich liege hier und warte auf dich.
Schreit mein Körper nach deiner Wärme.
Erfleht meine Haut deine Berührung.
Erbebt mein Leib bei dem Gedanken daran.
Und doch liege ich allein,
kann nicht mehr als warten.
Bleibe so lange in mir einsam.
Suche weiter nach dir dort draußen.
Mehr ist es nicht das ich tun kann,
Hoffen, warten, suchen.
Vielleicht finde ich dich irgendwann,
durchbrichst du alle Mauern in mir.
Bis dahin bleibe ich was ich bin,
suche für jeden Teil von mir einen.
Lasse drei einen Teil von mir haben,
bis du das alles in deine Arme schließt.
Käfig
Ich hab mich eingeschlossen irgendwann.
Weiß das ich nie wieder von dort entkommen kann.
Doch hin und wieder ein kleines Stück,
strecke ich eine Hand zurück.
Zurück in die Freiheit die ich einmal kannte.
Zurück in die Welt, von der ich mich abwandte.
Ich hoff' das mir dann und wann,
jemand seine Hand reichen kann.
Werd' sie halten bis sie wieder schwindet.
Werd' warten, bis mich jemand hier in meinem Käfig findet.
Hin und wieder tut die Berührung gut.
Schenkt mir hier in der Dunkelheit etwas Mut.
Und auch wenn sie wieder geht,
weiß ich das der Wind die Erinnerung an mich zu ihnen weht.
Könnt ich nur...
Könnt ich mein Herz verschenken,
würd’ ich es allein zu dir lenken.
Würd’ es verpacken, mit Schleifen und Papier.
Doch da es nicht geht, behalte ich es hier.
Könnt ich dir meine Gedanken wie Briefe senden,
würd’ nie wieder einen Moment an etwas anderes verschwenden.
Würd’ jede Sekunde im Geiste bei dir sein,
nur um dir zu zeigen, du bist nicht allein.
Könnt ich wie ein Vogel fliegen,
würd’ ich schon längst bei dir liegen.
Hätt’ jedes Unwetter durchflogen,
nur weil mein Herz und mein Geist mich zu dir zogen.
Doch so bleibst du Fern allem das ich kenn’.
Bleibt es so, das ich auf der Stelle renn’.
Und wenn doch der Tag einst kommen mag,
wird es „Ich liebe dich“ sein, das ich zu dir sag.
Bis dahin versuche ich weiter mein Herz zu verpacken.
Versuche weiter, meine Gedanken in Briefen einzusacken.
Versuche mir Flügel wachsen zu lassen,
und all diese Dinge in Worte zu fassen.
Licht und Schatten
Wo Schatten ist, da ist auch Licht.
Das Eine gibt es ohne das Andere nicht.
Darf ich der Schatten sein, der dich begleitet?
Willst du das Licht sein, das mich leitet?
Willst du den Weg mit mir bis zum Ende gehen?
Darf meine Welt sich nur noch um dich drehen?
Lass uns wie Licht und Schatten sein,
immer zusammen, nie mehr allein.
Liebessommer
Wind der über Wiesen streicht.
Mein Haar, bei jeder Böe es zur Seite weicht.
Das Rauschen der Blätter über mir.
Der Schatten des Baumes, ich liege neben dir.
Kleine Wolken die am Himmel vorüber ziehen.
Der Duft der Wiese, kleine Pollen die von ihrem zu Hause fliehen.
In all dem die wärme deiner Haut.
Deine Hand die mich zu berühren sich traut.
Die Wärme der Sonne, wie sie auf uns scheint.
Seit gestern nun für immer vereint.
Dich an meiner Seite, für immer.
Du in weiter Ferne, nichts wäre schlimmer.
Wärme die ich nicht nur auf der Haut spüre.
Wärme im Herzen, damit sie mich immer wieder zu dir führe.
Vögel die zum Horizont fliegen.
Lass mich für immer so neben dir liegen.
Lass mich für immer an deiner Seite sein.
Nimm meine Hand, sag mir ich sei dein.
Nimm meine Liebe und schließ sie in dir ein.
Gib mir dein Herz und sag es sei mein.
In Ewigkeit auf dieser Wiese liegen.
Für immer dich in meinen Armen wiegen.
Mehr ist es nicht das ich brauche um glücklich zu sein.
Nur dich und mich, im Schatten eines Baumes allein.
Mein Schatten
Breite deine Arme um mich aus, mein Schatten.
Breite sie aus und vergiss den Zwist den wir schon hatten.
Umschlinge mich mit deinen dunklen Flammen,
lass uns brennen in der Nacht, zusammen.
Lass uns die letzten Sterne sein am Firmament,
lass uns alles überwinden was uns sonst trennt.
Lass uns alle Grenzen verwischen,
lass die Gefahr unsere Herzen erfrischen.
Lass mich sterben, in deinen Armen jede Nacht,
lass mich das Zwielicht sein, das über dich wacht.
Sei das Licht an meiner Seite,
zugleich der Schatten in dem ich mich ausbreite.
Schatten im Herzen, Schatten im Geist.
Der Letzte der du alles über mich weißt.
Der Letzte der das Licht in mir entfacht.
Der Letzte den ich sehen will wenn der Wahnsinn erwacht.
Nimm mich mit dir, trag mich bei dir,
am Tag, in der Nacht, so wie ich dich in mir.
Ich trag dich in mir, in meinem Herz, meinem Geist.
Ein letztes Mal für dich, das du es weißt.
Nur du selbst...
Es gibt keine Ritter, die dich auf ihrem Ross hinfort tragen.
Es gibt keine Helden, die dich aus deinem Gefängnis befreien.
Es wird niemals ein Engel zu dir kommen und dich mit seinem Licht erlösen.
All das ist nur ein Traum, erschaffen von Menschen die hoffen wollten.
Hoffnung, das einzige was der Mensch hat in der Not.
Hoffnung, das einzige was den Menschen verzweifeln lässt.
Verzweifeln lässt, wenn alle Retter, Ritter, Helden auf sich warten lassen.
Warte nicht auf etwas das es nicht gibt.
Warte nicht auf einen Traum.
Bleibt nicht in ihm gefangen.
Es gibt keine Retter, Ritter und Helden.
Wird sie nie geben.
Nur du selbst, kannst dich retten.
Nur du selbst, dein Licht, deine Erlösung sein.
Nur du selbst, entscheidest wann die Hoffnung zur Verzweiflung wird.
Nur du selbst, kannst diesen Traum beenden und erwachen...
Regen
Die Sonne scheint von draußen hinein.
Ich sehe die Strahlen, doch kann ich einfach nicht zufrieden sein.
Meine Finger fahren die Scheibe hinab, ziehen Linien die nicht zu sehen sind.
Mein Herz spürt Regen der an dem Glas hinab rinnt.
Was ich tat, das so falsch sein konnte, dass es sich so verregnet anfühlt?
Ich brach etwas, lies etwas vergessen, ließ etwas zu, dass alle Vernunft wegspült.
Was auch immer mich dazu trieb, es sei vorüber.
Was auch immer mich dazu leitete, ich stehe darüber.
Nichts mehr wird in dieses Zimmer dringen das sich nennt Vernunft.
Nichts mehr dort schärfen, was doch war schon lange abgestumpft.
Wegstoßen und vergessen, lass ich den Regen das Feuer löschen und ertrinke darin.
Ertrinken in dem Unsinn, welch ein Narr ich doch bin.
Nichts auf dieser Welt ist für uns auf Dauer.
Nichts, außer dem Wechsel von Sonne und Regenschauer.